Farben bleichen aus
UV-Strahlen spalten die Farbpigmente in der Haut nach und nach auf. Helle Töne wie Gelb, Rosa oder zarte Grautöne verblassen dabei schneller als Schwarz.
Pflege-Ratgeber
Damit dein Tattoo nach Jahren noch klar und kräftig aussieht: Sonnenschutz und Hautpflege für Südtirol, mit viel Sonne, Bergen und Seen.
Kurz gesagt
Hast du eine Sonnenallergie oder eine Hauterkrankung, sprich mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt über den passenden Schutz.
Gut zu wissen
UV-Strahlen spalten die Farbpigmente in der Haut nach und nach auf. Helle Töne wie Gelb, Rosa oder zarte Grautöne verblassen dabei schneller als Schwarz.
Sonne schädigt auf Dauer die Haut. Feine Linien und kleine Details wirken dadurch mit den Jahren weicher und weniger scharf.
Ein frisches Tattoo ist eine Wunde. Sonne kann die Heilung stören, die Haut reizen und einen Sonnenbrand auf der Wunde verursachen.
Südtirol
Mit jeden 1000 Höhenmetern steigt die UV-Strahlung um etwa 10 Prozent. Frischer Schnee wirft bis zu 80 Prozent zurück, Wasser und heller Sand ebenfalls einen Teil.
Auf dem Weg zur Alm oder am Sonnenberg bist du der Sonne stundenlang ausgesetzt. Tattoos an Armen und Waden eincremen oder mit leichter Kleidung bedecken.
In Sulden, am Watles oder auf der Haideralm: Gesicht, Hals und Hände sind frei, und der Schnee strahlt von unten zurück. Hier zählt jeder Zentimeter Schutz.
Am Reschensee, Haidersee oder Kalterer See wird nach dem Baden gern das Nachcremen vergessen. Wasser spült die Creme ab, also nach jedem Schwimmen neu auftragen.
Zwischen 11 und 15 Uhr ist die Strahlung am stärksten. Plane Pausen im Schatten ein, besonders in der Höhe.
Schritt für Schritt
LSF 50 mit UVA-Schutz, am besten ohne Duftstoffe. Für empfindliche Haut sind mineralische Filter oft angenehm.
Viele cremen zu sparsam. Für Arme, Beine und Rücken brauchst du mehr, als du denkst. Vor dem Rausgehen auftragen.
Etwa alle 2 Stunden und nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen. Nachcremen verlängert den Schutz nicht, es erhält ihn.
Leichte, dicht gewebte Kleidung, Hut und Tuch schützen zuverlässig, auch beim Wandern.
Im Solarium trifft starke UV-Strahlung ungeschützt aufs Tattoo. Willst du nicht darauf verzichten, deck das Tattoo ab.
Hautpflege
Eine milde Lotion nach dem Duschen hält die Haut geschmeidig. Trockene Haut lässt Tattoos stumpf wirken.
Milde Waschlotion, lauwarmes Wasser, kein heißes Dauerduschen. Peeling nur sanft und nur auf verheilter Haut.
Nach einem Tag draußen beruhigt eine leichte Pflege die Haut. Ein Sonnenbrand auf dem Tattoo sollte die Ausnahme bleiben.
Kälte draußen und Heizungsluft drinnen trocknen die Haut aus. Im Winter darf die Pflege etwas reichhaltiger sein.
Häufige Fragen
Nein. Wichtig sind ein hoher Lichtschutzfaktor, ein guter UVA-Schutz und dass du genug aufträgst und nachcremst. Eine gute normale Sonnencreme erfüllt das.
Erst wenn das Tattoo vollständig verheilt ist, meist nach etwa 4 Wochen. Vorher bedeckst du es locker mit Kleidung und meidest direkte Sonne.
Die Haut rund ums Tattoo bräunt, die Farbe selbst leidet darunter. Wer sein Tattoo lange schön haben möchte, schützt es.
Ein wenig, ja. Wie schnell, hängt stark vom Sonnenschutz ab. Mit konsequentem Schutz bleibt ein Tattoo viele Jahre klar, und eine Auffrischung ist möglich.
Aus dem Vinschgau
Der Vinschgau gehört zu den sonnigsten und trockensten Tälern der Alpen. Das ist herrlich für Ausflüge, aber eine Herausforderung für tätowierte Haut. Darum legen wir in unserem Studio in Schlanders so viel Wert auf Sonnenschutz: Er macht über die Jahre den größten Unterschied.
Du überlegst, ein älteres Tattoo auffrischen zu lassen? Schick uns ein Foto über das Anfrageformular oder per WhatsApp. Wir sagen dir ehrlich, was möglich ist.
Dieser Ratgeber gibt allgemeine Pflegehinweise und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Anleitung deines Artists hat immer Vorrang.